[OSM-Bayern] oneway=no?

Alexander Lehner lehner at edv-buero-lehner.de
Mi Jan 20 16:45:46 CET 2016


Sorry Stephan gleich im Voraus, wenn ich jetzt sarkastisch werden muss:

On Wed, 20 Jan 2016, Stephan Knauss wrote:

> Eher keine Aufgabe.

Soll heissen: Du hast keine Lust? Andere sollen sich damit auch nicht 
beschäftigen?

> Du sagst damit ja explizit, dass man auf der Straße in beide Richtungen 
> fahren darf. Ein Glück wenn es sich um eine Sackgasse handelt. Dann 
? kommst du auch wieder raus ?
>
> Ja, ist in den allermeisten Fällen unnötig. Aber eben auch nicht falsch. Und manchmal mit Mehrwert.
>
> Bitte respektiere den Tagging Style von anderen Mappern.
>
> Du kannst sie ja mal anschreiben ob sie das mit Absicht machen. Könnte 
> auch ein Anfänger sein der gewissenhaft die Tagging Presets ausfüllt.
> Ohne Rückfrage das zu Ändern wäre schon Vandalismus.

Was bitte habe ich denn gerade mit meiner ersten email getan?
Erwartest Du jetzt von mir, dass ich alle 10.000 Edits bzw. dessen Autoren 
einzeln anschreibe und sie frage, was sie sich dabei gedacht haben?

Die ganze Diskussion mag ja ein wenig Korinthenkackerei sein, aber ich 
finde es einen guten Ansatz, um Müll aus OSM zu entsorgen, der sich 
zumindest auf der Abfrage-Seite leicht automatisieren lässt.
Klar, das Fixen muss manuell erledigt werden, deshalb ja auch mein 
Vorschlag an die Community, da mal ein Auge drauf zu werfen.

Bisher habe ich keine neuen Erkenntnisse bekommen, wofür ein oneway=no 
gut sein kann, ausser vielleicht folgende Szenarien:

- Radwege - da haben wir aber glaube ich schon genug Tags um das 
viel detaillierter auszudrücken

- Fußwege - macht vielleicht begrenzt Sinn, wenn der Fußweg an einer 
praktisch nicht überquerbaren mehrspurigen Straße entlang geht. Ansonsten 
ist es eine Entmündigung des Fußgängers

- Einbahnstraßen, die Baustellen-bedingt in beide Richtungen befahrbar 
sind. Dazu ein Beispiel von vielen aus München:

note="Temporäre Sperrung von der 36. KW bis 51. KW 2013 zwischen 
Pappenheim- und Sandstraße im Rahmen einer Baumaßnahme. Die Karlstraße 
kann von der Pappenheimstraße nur über die Spatenstraße erreicht werden."

Das halte ich für die einzig sinnvolle Anwendung dieses Taggings. 
Allerdings ist 2013 auch schon eine Zeit lang her. Und ich frage mich, was 
die Router in den letzten 3 Jahren an dieser Stelle für Umwege 
vorschlagen.

- Kreisverkehre und Autobahnen - das sind die einzigen Elemente, die 
implizit von oneway=yes ausgehen. Dort würde oneway=no den 
Informationsgehalt tatsächlich erhöhen und die Ansage des Navis 'biegen 
Sie im Kreisverkehr links ab' macht endlich Sinn ;)

Ein Großteil der oneway=no Tags mag wahrscheinlich tatsaechlich von 
Einsteigern mit Template Nutzung kommen, wie Du geschrieben hast.
Das Template schlägt aber vielleicht auch smoothness, lanes, opening_hours 
und wasauchimmer vor. Und schon hat man eine neu geteerte Siedlungsstraße 
mit 50m Länge und 10 Tags dran, die keiner braucht, auf einem 
unverständlichen default stehen oder von der Anschluss-Straße übernommen 
werden.
Das ist weder für Neueinsteiger noch für Fortgeschrittene von Nutzen.

Deswegen mein Ansinnen, auch mal an's Aufräumen zu denken.

A.




>
> Stephan
>
>
> On January 20, 2016 1:58:42 AM GMT+01:00, Alexander Lehner <lehner at edv-buero-lehner.de> wrote:
>>
>> Servus,
>>
>> kann mir mal jemand sagen, wofuer bitte oneway=no gut sein soll?
>> Was ja unter Umständen noch gut gemeint sein mag, findet sich aber an
>> erschreckend vielen Stellen wieder, u.a. auch Sackgassen in
>> Wohnsiedlungen (!?)
>>
>> Schaut's mal exemplarisch auf die overpass-Auswertung von München, das
>> geht aber leicht auf andere Städte umzumünzen:
>>
>> http://overpass-turbo.eu/s/dQQ
>>
>> Das wäre doch mal eine Wochenaufgabe...
>>
>> A.
>>
>>
>> ------------------------------------------------------------------------
>>
>> _______________________________________________
>> Bayern mailing list
>> Bayern at lists.openstreetmap.de
>> http://lists.openstreetmap.de/mailman/listinfo/bayern
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